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Alter Job neu geformt

Nur selten wird schon beim Einstellungsgespräch klar, was Bewerber und Unternehmen wirklich voneinander wollen. "Job Sculpting" entschärft das Problem, denn dabei passt der Arbeitgeber den Job regelmäßig den Fähigkeiten und Interessen des Mitarbeiters an.


Nennen Sie mir doch mal Ihre Stärken und Schwächen. Da kommt sie wieder, die allseits gefürchtete Frage, die in keinem Bewerbungsgespräch fehlen darf.
Kaum jemand würde jetzt verraten, dass er morgens nicht aus dem Bett kommt und beim besten Willen keine Ordnung in sein Leben bringen kann. Wenn dann auch noch das Unternehmen dem Bewerber nur die "Sonnenseiten der Position schildert", wird die Stellenbesetzung für beide Seiten zum "Glücksspiel" bzw. zum  "Lottospiel" 6 aus 45 oder so.

Trotzdem laufen fast alle Auswahlgespräche in Österreich eben nach diesem Schema ab:
Nämlich die "Bewerber belügen die Unternehmungen" und auf der anderen Seite "die Unternehmungen belügen die Bewerber". Fazit: Unzufriedene Mitarbeiter, eine starke Fluktuation und hohe Personalkosten.
"Eine falsche Vorstellungen von der Arbeit, zu hohe Erwartungen an den jeweiligen Job und das falsche Arbeitsumfeld im Unternehmen sind die drei häufigsten Gründe dafür, dass Mitarbeiter ein Unternehmen schon im ersten Jahr wieder verlassen".

Um das zu vermeiden, raten Personalmanager seit langer Zeit zu einem möglichst offenen Bewerbungsgespräch: Der Arbeitgeber kennt ja bei dem Vertragsabschluss die Vorlieben und Fähigkeiten des Bewerbers – der wiederum weiß genau, was im Job auf ihn zukommt. Doch selbst Ehrlichkeit garantiert nicht Zufriedenheit auf allen Seiten: "Ein und dieselbe Aufgabe kann in einem Unternehmen zum Traumjob werden, im anderen zur Qual".

Job formen - für das 21tes Jahrhudnert! Zukunft heißt "Job Sculping - Jobs formen"

"Job Sculpting" heißt daher der neueste Trend (zu Deutsch "den Job formen"), mit dem Unternehmen das Problem entschärfen wollen! Das Unternehmen befragt seine Mitarbeiter regelmäßig mittels (MBO-Gespräche), ob sie mit ihren Aufgaben zufrieden sind, denn: "Nicht alles, was Menschen gut machen, machen sie auch gerne".

Andere Unternehmen versuchen häufig, die Schwächen ihrer Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Die Kunst liegt darin, die Stärken und Interessen in einem "Job zu vereinigen".

Der "Personalentwickler" befragt nicht nur den Mitarbeiter selbst, sondern auch dessen Kollegen und wertet das Ganze in einem Feedback-Gespräch aus.
Weiters wird der Job auf den Menschen zugeschnitten - soweit das mit den Unternehmenszielen vertretbar ist.

Erfolge brauchen "Zeit"

Doch nicht nur finanzielle Grenzen verhindern den maßgeschneiderten Job. Klar definierte Abläufe und Aufgaben in festen Strukturen lassen wenig Spielraum für Experimente in Unternehmungen. Das gilt ebenfalls auch für hoch qualifizierte Jobs. Enge Zeitvorgaben, hoher Abstimmungsbedarf und steigende Arbeitsteilung führten auch dort zu immer mehr Standardisierung!

Zufriedenheit kann nicht alleiniger Maßstab sein

In vielen Unternehmen ist von "Job Sculpting" ohnehin keine Rede. Es ist in unserem ureigensten Interesse, möglichst viele Fähigkeiten unserer Mitarbeitern zu nutzen. Dabei nur nach der Zufriedenheit des Mitarbeiters zu fragen, halte ich für problematisch: "Nenn nur Spaß und Freude kann kein Job der Welt bringen".

Immerhin soll laut einer Studie der "Vereinten Nationen" der Anteil der 20- bis 60-Jährigen an der Bevölkerung weltweit von heute 46,5 Prozent auf 40 Prozent im Jahr 2020 sinken.
Dann könnte es der Bewerber sein, der seinen potenziellen Arbeitgeber mit der Frage nervt: "Nennen Sie mir doch mal Ihre Stärken und Schwächen!" "ihres Unternehmens!".

Bis dann...



Betr.oec. Michael Morscher
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Text vom
7. Januar 2008


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Führungskräft im 21sten Jahrhundert!

Führen wird wichtiger und schwieriger, weil sich die Rahmenbedingungen der Wirtschaftverschlechtert und weil sich die Anforderungen an Führungskräfte auch aus anderen Gründen erhöht haben.

In einer Gesellschaft, in der die Ampeln auf Expansion standen, unter Bedingungen, die dem Wachstum der Wirtschaft
günstig waren, fiel es den meisten Unternehmen relativ leicht zu verkaufen und zu produzieren - relativ, gemessen an den derzeitigen Gegebenheiten. Die Zeiten größerer Zuwachsraten der Wirtschaft scheinen vorüber zu sein.

In schwierigeren Zeiten (Verhältnissen) ist der Umsatz machen bzw. Gewinne erzielen zu können sehr viel scherer als in der Vergangenheit.
Diese unternehmerische Aufgabe kann natürlich nicht von einzelnen Unternehmen an der Spitze allein gelöst werden.
Eine Reihe von Leitenden trägt für die richtigen Unternehmensentscheidungen und vor allem für ihre Durchführung Mitverantwortung.

Führen bedeutet für sie u.a. neue Einfälle haben, geistig beweglich sein, Machbarkeit, Aussichten aus Ertrag überprüfen,
als es bislang geschah.


ZUKUNFT, für das 21ste Jahrhundert!

Fachliche Qualität allein entscheidet noch nicht über die Führungskompetenz eines Menschen. Zur Führung gehört
Persönlichkeit!

Betr.oec. Michael Morscher
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Text vom
7. Januar 2008

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Thema: "Kein Problem"

Probleme haben immer Hochkonjuktur. Jeder hat ein Problem, in der Regel sogar mehrere. Und jeder wünscht sich, lieber keine zu haben.

Das allerdings wäre höchst fatal. Es ist ein unglückseliger Mensch, der keine Probleme hat! Probleme sind etwas Positives, sie sind der Anstoß zum Fortschritt im Leben. sie regen uns an, machen die Treppenstufen auf dem Weg in ein besseres Leben.

Vor Problemen braucht sich also niemand zu fürchten - im Gegenteil!

Im Laufe dieses Jahres werden Sie sich vom Problemen zur Lösung bewegen. Sie werden das Positive an Problemen erkennen und sich die Mittel zu ihrer Lösung aneignen. Doch zunächst einmal müssen wir genau wissen, worüber wir reden. Was also ist überhaupt unter einemcProblem zu verstehen? Schreiben Sie bitte Ihre Definition des Begriffes
"Problem" auf!

Definition (aus meiner Sicht)

In der trockenen wissenschaftlichen Sprache (lt. Lexikon) kann die Definition des Begriffs "Problem" so lauten:

Ein Individuum steht einem Problem gegenüber, wenn es sich in einem inneren oder äußeren Zustand befindet, den es aus irgendwelchen Gründen nicht für wünschenswert hält, aber im Momentnicht über die Mittel verfügt, um den unerwünschten Zustand in den wünschenswerten Zielzustand zu überführen.

Ein Problem ist also gekennzeichnet durch drei Komponenten: den unerwünschten Anfangszustand, den erwünschten Endzustand und die Barriere, die die Transformation des Anfangszustandes in den besagten Entzustand verhindert. Oft werden die Begriffe "Aufgabe" und "Problem" gleichgesetzt.

Das ist falsch. Eine Aufgabe stellt eine Anforderung dar, für deren Bewältigung Methoden bekannt sind. Und eben diesefehlen beim "Problem".


Betr.oec. Michael Morscher
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Text vom
7. Januar 2008

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